Au revoir, 2020!

Es wäre leicht, viel Schlechtes über 2020 zu schreiben, keine Frage. Meine “Jahresrückblicke” haben aber schon immer irgendwie einen positiven Ansatz gehabt: Kurz auf das Vergangene zurückschauen und dann aber auch nach vorne, auf das Neue, auf das was da kommt.

Sicherlich hat der Corona-Virus einiges an Plänen über den Haufen geworfen und vieles schwerer gemacht, aber hier und da war er auch für was gut. Sehen wir noch.

Ein guter Start (oder so)

Gleich im Januar hab ich twttrshot.de repariert gehabt. Das war ein guter Start ins neue Jahr, aber da kann man auch noch ein paar Sachen fixen. Tweets mit Videos sind zum Beispiel (noch) ein Problem. Mal sehen, finde ich eine Lösung für.

Dann kam Corona über uns und warf alles über den Haufen. Auf dem Online Print Symposium fanden wir es alle noch etwas “amüsant” mit diesem Virus und das man jetzt die Ellenbogen anstößt, statt sich die Hände zu geben. Ach, hätten wir nur gewusst was da noch kommt…

Während ich im Homeoffice saß, mit einem eigenen Jitsi-Server rumspielte und mal wieder ein WordPress-Plugin schrieb schlossen die Fitnessstudios, die Leute kauften Toilettenpapier für das nächste Jahrzehnt und Nudeln waren auch alle. Wilde Zeiten!

Tatü tata!

Glücklicherweise war ich dann einer der ersten, der nach dem ersten Lockdown wieder an die Landesfeuerwehrschule in Bruchsal durfte, um dort meinen Gruppenführerlehrgang zu absolvieren. Alles unter ziemlich speziellen Bedingungen und so ganz anders als das sonst so läuft, aber alle haben bestanden und stärken damit den Feuerwehren in Baden-Württemberg als Führungskräfte den Rücken.

An dieser Stelle auch mal ein Aufruf: Liebe Leserinnen und Leser, engagiert euch ehrenamtlich! Geht zur Freiwilligen Feuerwehr bei euch im Ort, zum Roten Kreuz, dem THW oder sonstwo hin, aber tut was für die Gemeinschaft! Das tut nicht weh, ist gut investierte Zeit und neben allerlei neuen, netten Leuten lernt man auch sonst vieles Neues kennen. Menschen ehrenamtlich helfen können ist ein großartiges Gefühl! Und nebenbei auch gut fürs Karma-Konto…

JavaScript? Na gut…

Wie im Jahresendbeitrag 2019 angekündigt, hab ich mich dann über das Keywordsuchtool für Adobe Stock hergemacht. Das hab ich mit einer vernünftigen API-Anbindung, JavaScript und etwas Bootstrap-Framework richtig schön neu gemacht und ich bin happy, dass es jetzt so gut läuft. Aber nutzt das irgendwer? Das muss ich kommendes Jahr mal im Auge behalten…

JavaScript war sowieso eines der Themen in 2020. Ich hab grundsätzlich etwas dagegen, wenn man Internetseiten unnötig “aufbläht”, weil man meint alle Inhalte dynamisch im Browser des Nutzers generieren zu müssen, ohne das es dafür einen guten Grund gibt.

Nichtsdestotrot hab ich in 2020 viel mit JavaScript gebastelt und darüber gelernt. Zum einen auf der Arbeit (Bedienoberflächen für unsere Workflow-Systeme, Scripte für Enfocus Switch werden auch in JavaScript geschrieben etc.) aber auch privat hab ich da immer mal wieder was mit gemacht.

Ich finde man muss das angemessen einsetzen, dann spricht auch nix dagegen. Bin auf jeden Fall glücklich, dass ich dahingehend meine Fähigkeiten weiterentwickeln konnte, auch wenn das eher am Rand mein Job ist.

Noch mehr Projekte und eine alte Liebe

Dann kamen noch lorempdf.com um “mal eben” Test-PDF zu erstellen und die thinkpad-gebrauchtpreisliste.de, die hoffentlich einigen, mit Hinblick auf Homeschooling und Hardware dafür, schon helfen konnte. Das Jahr abgeschlosen habe ich mit einem schönen WordPress-Projekt, der neuen Webseite für die Feuerwehr Rheinhausen.

Auch wenn ich dieses Jahr wieder mehr mit WordPress gemacht habe, finde ich es immer noch bedauernswert und kritisch, dass sich im WordPress-Ökosystem wenig dafür tut den Core zu entschlacken, auf Sicherheit und Geschwindigkeit zu setzen und auch mal in den offiziellen Verzeichnissen ordentlich durchzuräumen.

Das alles sind Punkte, die ich bereits im September 2018 kritisierte, als ich mich entschloss für diese Seite hier künftig auf Hugo zu setzen. Auch heute noch sind die ersten Schritte in einer frischen WordPress-Instanz den Gutenberg-Editor (der mittlerweile Standard ist) zu deaktivieren und den klassischen Editor wieder zu aktivieren.

Wenn man sich Bewertungen, Plugin-Installationen und weitere Kennzahlen anschaut, dann scheint es den meisten Nutzern so zu gehen. Leider nimmt das an geeigneter Stelle anscheinend keiner so wahr und lenkt das Schiff in die entsprechende Richtung… Es bleibt spannend.

Brot backen, Kochabenteuer und Gastro-Podcasts

Klar, da war ein bisschen Hype dabei, aber ich hab dieses Jahr auch Brot gebacken. Frische Hefe gabs vor Ort natürlich keine mehr, also musste Trockenhefe her, aber das hat auch geklappt und so hab ich dieses Jahr mein erstes eigenes Brot gebacken.

Allgemein hab ich mich mehr mit Kochen beschäftigt. Dank Homeoffice Mittags einfach zwei Stunden Pause gemacht, in Ruhe gekocht, auf dem Balkon gegessen und dann weitergearbeitet. Flexibilität, die wir vorher nicht hatten.

Dank meines guten Freundes Bernd, der mich messertechnisch auf Spitzenklasse hob (Danke nochmal dafür!), bin ich jetzt auch hardwaremäßig bestens ausgerüstet. Im kommenden Jahr müssen dann die “Softskills” besser werden, damit ich der Messer würdig werde. Aber da freu ich mich auch schon drauf, langsam ist Kochen auch ein wenig “Entspannung” vom Alltag.

Bereichert wurde mein Jahr dann auch durch den Podcast “Gastro Survival Passionistas”. Da berichten Profiköche, Hoteliers und weitere Branchenkenner oder -liebhaber dann über ihren Umgang mit der Corona-Krise und wie sie zwischen Lockdown und Takeaway-Essen ihre Geschäftsmodelle infrage stellen und erfolgreich transformieren.

Das ist wirklich ernsthaft spannend und neben dem “Businesstalk” hab ich schon so viel über gehobene Küche und das Drumherunm gelernt. Hört doch mal rein!

Was war sonst noch?

lippeshirts.de ist dieses Jahr auf der Strecke geblieben. Da hatte ich jetzt zur Weihnachtszeit noch eine gute Hand voll Verkäufe, darüber hinaus ist die Auffindbarkeit einfach gruselig, das muss technisch einfach auf bessere Beine gestellt werden. Mehr dazu, wenn es soweit ist.

Dann habe ich vor etwas mehr als einem Jahr meinen twitter- und meinen Facebook-Account gelöscht. Ich vermisse nichts von beidem, habe ich nicht einen Tag. Überrascht mich ehrlich gesagt etwas, ich hatte nicht damit gerechnet, dass der Abschied so einfach fällt. Wer sehen möchte, was ich an Blödsinn anstelle, kann das aktuell nur noch bei Instagram.

Sachen löschen und mal im Leben aufräumen war sowieso eine gute Sache in 2020. Ich reflektiere immer mal so ein wenig über Minimalismus und was man eigentlich zum Glücklichsein braucht und ich glaube Corona mit allem Drumherum war da ein “hilfreicher” Begleiter dieses Jahr.

Ich glaube da muss ich in 2021 auch noch besser drauf achten. Was macht Spaß, was kann ich gut, was bringt mir Freude. Und dann davon einfach mehr machen und vom Rest weniger.

Aber jetzt sehen wir erstmal zu, dass wir 2021 starten, Corona besiegen und dann schauen wir mal…

Alles Gute im neuen Jahr und Fuck 2020!