Wie man die Digitalisierung überlebt

Ich schaue recht gerne die Videos von Matt D’Avella, der sich mit Themen rund um Minimalismus und ein bewussteres Leben beschäftigt. Das sind immer interessante Eindrücke und Anstöße sein Denken und Handeln zu überprüfen und das sollte man ja von Zeit zu Zeit immer mal wieder machen.

In seinem neuesten Video spricht er mit Jason Zook darüber, wie der von 0 auf 180 mit einer ausgefallenen Geschäftsidee durchstartete und mit dem Erfolg und dessen Folgen zu kämpfen hatte.

“All of the work, all of the clients, all of the projects” mag dabei zunächst wie das Problem der Arbeitslast eines Startups oder eines Selbstständigen klingen, aber in einer digitalisierten Welt trifft uns das alle.

Nur noch diese eine E-Mail beantworten, noch mal eben das Ticketsystem aktualisiert, noch eben schnell ein paar Zeilen Code überprüfen und dann geht es aber in den Feierabend. Und dann finden wir noch eine E-Mail und noch ein Ticket und noch einen Bug. Und dann noch einen. Und noch einen…

Kennt vermutlich jeder von uns. Kann man auch zwischendurch mal machen, auch ein paar Tage oder sogar Wochen lang, aber dann muss mal wieder etwas Ruhe einkehren. Und das gerade auch im Privaten.

Wer beruflich schon 8 bis 10 Stunden vor einem Bildschirm sitzt, sollte Abends tatsächlich mal besser wieder ein Buch zur Hand nehmen, etwas spazieren gehen oder was Schönes kochen, als noch ein paar Stunden durchs Netz zu scrollen.

Und deshalb ist der spannendeste Teil des Videos eigentlich bei ca. 6:15 Minuten, wo es darum geht sich selbst ein paar Regeln aufzuerlegen, um etwas von der digitalisierten Welt abzuschalten.

Hier die Regeln aus dem Video, die man vielleicht als Grundlage für eigene Regeln nutzen kann:

  • Hör spätestens um 18 Uhr auf zu arbeiten.
  • Nimm deinen Arbeitslaptop niemals mit nach Hause.
  • Lösche dein geschäftliches E-Mail-Konto von deinem privaten Smartphone.
  • Arbeite nicht an Samstagen.
  • Keine Bildschirme im Bett.
  • Keine E-Mail vor 9 Uhr bearbeiten.

Jeder muss für sich selbst einen Ausgleich zur immer schneller werdenden, digitalisierten (Arbeits)Welt finden, aber ich denke das sind gute Anhaltspunkte, um mal wieder abzuschalten und eine gesunde Balance zwischen Online- und Offline-Zeit herzustellen. Und dann überlebt man auch die Digitalisierung.

Photo by Craig Whitehead on Unsplash