Gruppenfotos in der Dämmerung

15. Juli 2014 | Ca. 5 Minuten Lesedauer

Ich schrieb ja vor langer Zeit schonmal darüber, wie man ein cooles Gruppenfoto hinbekommt. Da war das insofern einfach, als das es genügend Licht gab und man machen konnte, was man wollte. Manchmal sind die Bedingungen nicht so gut oder ändern sich, was macht man da? Eigenes Licht mitbringen und das Beste aus der Situation […]

Ich schrieb ja vor langer Zeit schonmal darüber, wie man ein cooles Gruppenfoto hinbekommt. Da war das insofern einfach, als das es genügend Licht gab und man machen konnte, was man wollte. Manchmal sind die Bedingungen nicht so gut oder ändern sich, was macht man da?

Eigenes Licht mitbringen und das Beste aus der Situation machen.

Anfang Juli hatten wir das Kreiszeltlager der lippischen Jugendfeuerwehren bei uns zu Gast. D.h. wir als Feuerwehr der Gemeinde waren mit der Ausrichtung des Wochenendes für rund 600 Jugendliche und Betreuer verantwortlich.

Dazu gehörte auch Medienarbeit, dazu später nochmal mehr, unter anderem sollten auch Gruppenfotos von den Teilnehmern gemacht werden, die sie am Ende in Form einer „Urkunde“ erhalten sollten.

Diese Gruppenfotos sollten Freitags Abends vor der Nachtwanderung gemacht werden, d.h. in einem Zeitraum zwischen 20 und 23 Uhr. Das ist insofern problematisch, als das sich das Licht da relativ schnell und drastisch verändert, bis man irgendwann gar kein natürliches Umgebungslicht mehr hat. Das schließt eine Nutzung des Umgebungslichtes als Hauptlichtquelle aus und man muss sein eigenes Licht mitbringen.

Das ist auch was ich gemacht habe. Ich habe zwei Kompaktblitze vom Typ SB-28 auf Stative gestellt und sie, mit voller Leistung, durch weiße Durchtlichtschirme blitzen lassen. Die Gruppe stellte sich dann in „Lichtrichtung“ auf und wurde entsprechend fotografiert.

Das Ganze mal als Diagramm:

lighting-diagram-1405434108

Ich habe dann so belichtet, dass sowohl noch etwas vom noch vorhandenen Umgebungslicht mit aufs Bild kam, das Kunstlicht der Blitze aber dominierend war.

Dank Aufnahme im RAW-Format gelang die Nachbearbeitung (Tonwertkurve, Schärfung über Hochpassfilter) sehr gut, so dass am Ende eine Menge guter Bilder rauskamen.

Hier mal ein Beispiel:

_DSF8928

(Gesichter wegen Minderjährigen und Persönlichkeitsrechten verwischt.)

Ganz perfekt ist das bei dieser großen Anzahl an Bildern nicht, das Umgebungslicht schlägt mal stärker und mal schwächer mit rein. Das könnte man zwar über die Blitzleistung und die Belichtungszeit nachregulieren, aufgrund des begrenzten Zeitfensters (pro Gruppe 3 Minuten, eher weniger) habe ich darauf allerdings verzichtet und das in der Bildbearbeitung gelöst.

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Was noch zu beachten ist: Je später es wird, und umso weniger entsprechend vorhanden ist, desto mehr müsst ihr auf Schatten auf den Gesichtern achten. Man kann da zwar mit RAW und Photoshop einiges retten, aber nicht alles. Seht also zu, dass die Großen wirklich hinten stehen, dass eure Blitze vernünftig auf die Gruppe gerichtet sind, im Zweifel die Blitze enger zusammen stellen und Richtung Gruppe richten, und das ihr genügend Licht vorne rauskommen lasst.

Ich hoffe, dass das mal wieder hilfreich war. Lasst nen Kommentar da, klickt oben rechts auf den Daumen nach oben und verbreitet das natürlich weiter. ;-) Danke!