Botforschung auf twitter

3. April 2011 | Ca. 5 Minuten Lesedauer

Heute war ich dann mal noch „total wissenschaftlich“ unterwegs. Na gut, eigentlich war es Neugierde und die Lust etwas kaputt zu spielen, aber was solls. ;-D Gespielt habe ich mit den Bots, die sich so auf twitter rumtreiben. Da nicht alle Leser dieses Blogs mit den Funktionen und dem Prinzip von twitter vertraut sind, werde […]

Heute war ich dann mal noch „total wissenschaftlich“ unterwegs.

Na gut, eigentlich war es Neugierde und die Lust etwas kaputt zu spielen, aber was solls. ;-D

Gespielt habe ich mit den Bots, die sich so auf twitter rumtreiben.

Da nicht alle Leser dieses Blogs mit den Funktionen und dem Prinzip von twitter vertraut sind, werde ich das Wichtigste im Folgenden kurz erläutern.

Auf twitter kann man (Kurz)Nachrichten („Tweets“) mit bis zu 140 Zeichen Länge absetzen, die dann von den eigenen „Followern“ (Leute, die die Nachrichten die man absetzt empfangen und sie in ihrer sog. „Timeline“ sehen können) gelesen werden können. Twitter wurde vor ziemlich genau fünf Jahren erfunden und war eigentlich als internes Kommunikationsmittel gedacht, gewann dann aber rasch an Popularität und „ging steil“.

Um die Basisfunktionalität des „tweetens“ aufzuwerten gibt es zwei wichtige Funktionen: Hashtags und Retweets.

Hashtags sind Kennzeichnungen bestimmter Schlüsselwörter, durch das voranstellen einer Raute (#). Dadurch wird ein Begriff zu einem Tag und automatisch mit einer Suche nach diesem Hashtag verknüpft. Schreibe ich also #antiatom in einen meiner Tweets, dann sehe ich nach einem Klick auf „#antiatom“ alle Tweets, die auch diesen Hashtag enthalten. Soviel zu Hashtags.

Retweets sind eine weitere nützliche Funktion. Wie oben bereits erwähnt tauchen Tweets normalerweise nur in der Timeline der eigenen Follower auf. Durch einen Retweet, kurz „RT“, kann man das ändern. Retweete ich etwas, so taucht der RT auch in der Timeline meiner Follower auf (na gut, das können die Follower ausstellen, aber das geht zu weit), mit einem Hinweis, dass es sich bei dem Tweet um einen RT durch mich handelt.

Wo ist jetzt der Spaß?

Da, wo solche Sachen automatisiert werden.

Auf twitter gibt es einige Bots, die auf Hashtags reagieren und dann automatisch einen RT durchführen. Für den Hashtag „#feuerwehr“ gibt es zum Beispiel einen. Dem folge ich zum Beispiel auch, weil da manchmal recht interessante Nachrichten drüber retweeted werden.

Auf diesem Wege habe ich auch von einer „Aktion“ von @ulf_der_freak erfahren. Er hat auf seinem Blog darüber geschrieben, dass er testet, wie sich Bots gegenseitig retweeten und nennt das Ganze passenderweise „twitter-Ping-Pong“.

Also hab ich auf Basis von Ulfs und meinen Erkenntnissen auch mal einen Testtweet abgesetzt. Und zwar um 14:08 Uhr.

Tja und was soll ich sagen… Das funktionierte ziemlich gut.

Ist „longcat“ hier allen ein Begriff? Das ist eine ziemlich lange Katze:

Quelle: Google-Bildersuche nach „longcat“ ;-D

Soviel zu Phänomenen des Netzes. Naja, ich habe hier jetzt ein „longimage“, das die RTs zeigt.

Mein twitter-Client (Tweetdeck) zeigt den neuesten Tweet oben, ignoriert das einfach…

Wer jetzt nicht mitgezählt hat: Macht nichts.

39 Retweets ergab der Testtweet, aber da geht mehr.

Zum einen gibt es noch mehr Bots, zum anderen lässt sich das Ganze durch den Ursprungstweet natürlich noch verbessern.

Vielleicht mache ich morgen einen Test, habe da eine Idee zu, muss da aber nochmal drüber nachdenken…

Ulf ist übrigens bei 60 RTs. Gratulation dazu, genieß es, solange du kannst… ;-D

Wer mitmachen will ist natürlich herzlich dazu eingeladen, auch dazu eingeladen seine Tipps und besten Hashtags zu teilen, damit wir den ultimativen Monstertweet erzeugen können… :-)