WordPress schneller machen: Aktuelle PHP-Versionen nutzen

Und noch ein Tipp aus der „WordPress schneller machen“-Serie. Ein nicht zu unterschätzendes Geschwindigkeitsplus kann es bringen, auf eine aktuellere PHP-Version zu wechseln. Messungen ergeben, dass WordPress auf einer aktuellen PHP-Version zwischen 25% und 50% schneller läuft. Ganz ohne Haken ist dieser vermeintlich einfache Trick allerdings nicht.

Bevor wir zu den negativen Punkten kommen, fangen wir mit der erfreulichen Nachricht an: Da PHP 7.x die zur Verfügung stehenden Ressourcen des Servers (CPU-Leistung, Arbeitsspeicher etc.) deutlich effizienter nutzt (die technischen Details sparen wir uns an dieser Stelle mal), kann WordPress teilweise deutlich schneller ausgeführt werden. Messungen haben hier ein Geschwindigkeitsplus von 25–50 Prozent im Vergleich zu PHP 5.x ergeben.

Wenn PHP die Seiten schneller aufbauen kann bedeutet das auch, dass die genutzten Ressourcen schneller wieder zur Verfügung stehen, um die nächsten Seiten auszuliefern. Besonders Webseiten die eine hohe Zahl an Besuchern aufweisen, können also von einem Umstieg auf eine aktuelle PHP-Version profitieren.

Die Umstellung der PHP-Version lässt sich bei vielen Hostern aus dem Konfigurationsbereich des Webspace-Paketes vornehmen, ansonsten sollte der Support dies meist schnell und oftmals kostenlos erledigen können. Innerhalb von WordPress muss hierbei durch den Benutzer nichts angepasst werden.

Alles gut also? Nicht ganz.

Während der WordPress-Kern vollständig PHP 7-kompatibel ist, und auch die Theme- und Plugin-Entwickler allgemein auf Kompatibilität zu PHP 7 achten, gibt es nach wie vor Themes und Plugins, die mit PHP 7 inkompatibel sind. Sofern es also keine „Freigabe“ für PHP 7 durch den Entwickler eines Themes oder Plugins gibt, sollte der Wechsel nicht ohne gründliche Prüfung im Vorfeld erfolgen. Eine umfangreiche Liste kompatibler Plugins hat zum Beispiel Jonas auf wp-ninjas.de veröffentlicht.

Wer nur wenige oder keine Plugins und ein aktuelles Theme nutzt, der sollte hier schon gut aufgestellt sein. Große Projekte mit vielen „Plugin-Altlasten“ erfordern hier eventuell einiges an Arbeit.

Florian Meier

Florian Meier

Florian Meier ist ausgebildeter Mediengestalter und hat sich selbst digitale Fotografie und Webentwicklung beigebracht. Er hat Druck- und Medientechnik studiert und ist wohl das, was man Digital Native nennt. Sein Geld verdient er mit Medien, aktuell als E-Business Print Manager bei der Longo Deutschland GmbH in Augsburg. In diesem Blog schreibt er über private Basteleien und Meinungen.

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