Wochenendbeschäftigung: Krankenkasse nerven, Teil 1

Manchmal bin ich einfach aus Prinzip bockig, gegen irgendetwas oder stelle es infrage. Das ist nicht immer die beste Einstellung, führt allerdings zu manch lustigem Schriftverkehr oder im Idealfall zur Änderung des status quo. Diese Woche erreichte mich ein Schreiben meiner Krankenkasse, das ich auch aus Prinzip nicht hinnehmen kann.

Anlass ist die Aufnahme einer Vollzeitbeschäftigung zum 2. Februar. Da ich am 1. Februar noch als Student versichert war, fallen damit natürlich Kosten für diesen Tag an. Meint zumindest die AOK. Ich finde ja nicht, also hab ich ihr geschrieben. Mal sehen was als Antwort kommt.

Guten Tag Frau X,
zunächst möchte ich ihnen hiermit den Eingang ihres Schreibens unter dem oben aufgeführten Zeichen bestätigen.

Sie bitten darin um die Zahlung des Betrags von 2,73 Euro für den Zeitraum vom 1. Februar 2015 bis einschließlich zum 1. Februar 2015. Ich begrüße es außerordentlich, dass die AOK NordWest eine tagesgenaue Berechnung der Beitragssätze durchführt. Ich würde mir bei vielen Einrichtungen und Unternehmen eine derartig gute Berechnung wünschen.

Wie ich meiner Lohn- und Gehaltsabrechnung für den Monat Februar entnehmen muss, scheint der Rest dieses Landes nicht unbedingt eine tagesgenaue Abrechnung durchzuführen. Dementsprechend sind von mir und meinem Arbeitgeber für 28 Tage im Februar 15,5% meines Bruttolohnes an die Krankenversicherung gezahlt worden. Dies entspricht laut Abrechnung einem Betrag von xxx,xx Euro, also xx,xx Euro pro Tag.

Ich kann nicht feststellen, dass bei der Abführung dieses Beitrages der 1. Februar außen vor gelassen worden ist. Ob dies meinem Arbeitgeber, der AOK NordWest oder sonstwem anzulasten ist, kann ich gerade nicht feststellen, werde dem aber auch nicht weiter nachgehen. Grundsätzlich könnte man auch bemängeln, dass aufgrund der Kürze des Monats die Belastung pro Tag sowieso höher ist, aber auch das will ich außen vor lassen.

So oder so stellen nun wohl zwei Optionen dar.

1. Ich überweise ihnen den Betrag von 2,73 Euro. Damit hat eine Überzahlung stattgefunden. Da der alte Vertrag, d.h. die Versicherung als Student, wohl schwerer wiegt, bitte ich darum, dass mir und meinem Arbeitgeber der im Rahmen meiner Monatsabrechnung zuviel gezahlte Betrag (xx,xx Euro – 2,73 Euro = xx,xx Euro) rückerstattet wird. Diese Option würde bestimmt auch von unserer Buchhalterin favorisiert werden, die akribisch genau darauf achtet, dass wir nicht unnütz Geld ausgeben und seien es noch so kleine Beträge. Der Aufwand dafür dürfte besonders auf ihrer Seite nicht gering ausfallen.

2. Sie streichen die im Raum stehende Forderung von 2,73 Euro, bestätigen mir dies schriftlich und wir amüsieren uns alle darüber, dass wir in diesen Verwaltungsakt geraten sind.

Unabhängig vom Ausgang der Sache bin ich zuversichtlich, dass ich der AOK NordWest durch diese E-Mail Kosten verursacht habe, die über den ausstehenden 2,73 Euro liegen. Das bereue ich leider nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Florian Meier

Florian Meier

Florian Meier

Florian Meier ist ausgebildeter Mediengestalter und hat sich selbst digitale Fotografie und Webentwicklung beigebracht. Er hat Druck- und Medientechnik studiert und ist wohl das, was man Digital Native nennt. Sein Geld verdient er mit Medien, aktuell als E-Business Print Manager bei der Longo Deutschland GmbH in Augsburg. In diesem Blog schreibt er über private Basteleien und Meinungen.

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