F/orian Meier

Rote Mütze Fraktion – Wer ist das?


Die „Rote Mütze Fraktion“ ist eine kapitalistisch-weihnachtlich orientierte Terrororganisation die deutschlandweit im Verborgenen agiert und sich für teilweise aussergewöhnliche Ziele einsetzt.

Erstmals im Jahre 2008 in Erscheinung getreten, ist sie mittlerweile fest im Kreise anderer Terrororganisationen verankert und sorgt bei sporadischen Treffen mit anderen Organisationen immer wieder für Aufruhr. Dies nicht zuletzt wegen der radikal pro-weihnachtlichen Einstellung der meisten Mitglieder.

Ziele
Die Rote Mütze Fraktion verfolgt, laut eigener Aussage, mehrere Hauptziele.

Diese lauten (ausgehend von der Stellungnahme zum ersten Auftreten im Jahre 2008):
1. Weiße Weihnachten in jedem Jahr.
2. Weltfrieden
3. Austausch des Osterhasens durch ein kapitalistischer veranlagtes Fabelwesen.

Bei genauerer Betrachtung der Ziele fallen einem Unstimmigkeiten ins Auge die zunächst nicht näher zu erklären sind.
So wird Weltfrieden, eigentlich sollte dies das oberste Ziel aller Menschen und Völker sein, erst an zweiter Stelle genannt.
“Weiße Weihnachten“, eine populistisch-romantische und vor allem idealisierte Vorstellung der Weihnachtszeit/des Weihnachtsfestes hat offensichtlich einen höheren Stellenwert, es befindet sich auf Platz 1. Es ist davon auszugehen, dass durch diese untypisch geordnete Prioritätenliste in hohem Maße besonders Menschen mit weniger hohen Wertevorstellungen angesprochen werden sollen. Man könnte also von „Forderungen für den Mob“ sprechen, dem Kriege in aller Welt oder die Vorstellung davon weitaus ferner sind als nasskalte bzw. regnerische Weihnachtsfeiertage.
Weiterhin auffällig ist die dritte Forderung der Organisation. Allem Anschein nach herrscht ein gewisser Unmut an der Art und Weise wie in westlichen, christlich-geprägten Nationen in Europa bzw. im Speziellen in Deutschland das Osterfest begangen wird. Besonders hervorstechend ist hierbei die Forderung nach einer stärkeren Kapitalisierung des Osterfestes. Der Versuch dieses christliche Fest kapitalistisch zu besetzen, lässt darauf schließen, dass es sich bei der Rote Mütze Fraktion weniger um eine militante terroristische Organisation handelt, die aus freien Stücken und aus reiner Überzeugung handelt, als mehr um durch Vertreter der Wirtschaft geduldete, geförderte oder gar ins Leben gerufene Interessenvertretung die mit radikalsten Mitteln zu Werke geht.

Zeichen/Erkennung
Das Logo der Gruppe stellt einen Schlitten (schwarz) vor einem roten Stern dar. Über dem Schlitten ist die Abkürzung des Namens der Gruppe „RMF“ angeordnet. Eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Logo einer ehemaligen deutschen Terrororganisation ist nicht zu verkennen. Vermutlich will die Organisation durch diese offensichtliche Ähnlichkeit auffallen und einen hohen Wiedererkennungswert durch die Zielgruppen hinweg erreichen.

Von den Mitgliedern der Organisation sind nur wenige Fotos vorhanden, allen gemein ist, dass sie vermummt auftreten und dabei Kleidungsstücke mit Bezug zur Weihnachtszeit tragen. Die Vermummung unterstreicht die Brutalität und das Illegale Handeln das von dieser Gruppe ausgeht. Als Mitglied der Gruppe will man zu seiner eigenen Sicherheit und zur Erschwerung der Strafverfolgung lieber unerkannt bleiben.

Aktionen
Bisher ist nur eine einzige Aktion, aufgrund eines Bekennerschreibens, exakt der Rote Mütze Fraktion zuzuordnen. Es handelt sich hierbei um den brutalen Mord an einem gewissen „Niko Laus“. Das Opfer wurde durch einen Messerstich in den Rücken getötet und starb, Ärzten zufolge, unverzüglich an den schweren Verletzungen. Im Bekennerschreiben der Rote Mütze Fraktion ist vom „verzehren“ des Opfers die Rede und auch wenn Kannibalismus für unseren Kulturkreis barbarisch und unwahrscheinlich erscheint, so ist doch davon auszugehen, dass es sich hierbei durchaus um eine Tatsachenbeschreibung und nicht nur um eine Floskel zur Einschüchterung der Gegner (und vielleicht anderer Organisationen) handelt.

Gefahrenpotenzial
Auch wenn die Rote Mütze Fraktion eine recht neue Terrororganisation darstellt, so ist doch bereits jetzt von einem nicht unerheblichen Gefahrenpotenzial durch die Gruppe auszugehen. Die Mitglieder scheinen entschlossen, die fragwürdigen oder unerreichbaren Ziele durchsetzen zu wollen. Der Mord an Niko Laus macht deutlich, dass hierbei auch nicht vor Waffengewalt zurückgeschreckt wird. In besonderem Maße interessant wäre es zu erfahren, inwiefern Unternehmen oder Personen mit wirtschaftlichen Interessen hinter der Gruppierung stehen und eventuell die Aktionen oder Einstellungen beeinflussen.

Wir raten die zuständigen Stellen zu informieren, wenn Sie in Kontakt mit einem der Mitglieder geraten oder wenn Sie von geplanten Aktionen erfahren. Versuchen Sie unter keinen Umständen selbst aktiv zu werden. Bei dem nicht zu unterschätzenden Gewaltpotenzial sind die Konsequenzen nicht abschätzbar.

Ironie? Spaß? Fehlende Ernsthaftigkeit? Wo?
Nicht alles ernst nehmen…
Frohe Weihnachten!

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