F/orian Meier
26. August 2009

Rassismus kann auch einfach eine Lokalisierung sein


Auf Photoshop Disasters ist eine Microsoft-Werbung (oder ein Screenshot aus deren Internetseite) aufgetaucht wo in der polnischen Version ein Mann mit dunkler Hautfarbe entfernt wurde. Naja gut, nebenbei gibt es noch Highlights wie einen nicht angeschlossenen Monitor, eine anatomisch seltsam gebaute Frau (der Arm wirkt etwas gummiartig) und (mein Favorit) ein Apple-Notebook auf dem Tisch.

Aber der größte Aufreger ist dann doch für alle, dass „der Schwarze“ durch einen Weißen ersetzt wurde. Viele halten das für rassistisch, interessant ist in der verlinkten Diskussion aber der Kommentar von jemandem, der in einem Unternehmen bearbeitet, das Lokalisierungen von Werbungen vornimmt.

Er sagt sie würden tagtäglich so etwas machen, das hätte nichts mit Rassismus zu tun, es ginge nur darum Werbungen an demografische oder ethnische Verhältnisse anzupassen, damit sie im Zielland besser angenommen würde. Und eine Werbung mit einem Schwarzen würde einfach zu sehr nach Amerika aussehen, deshalb wurde der für die polnische Variante (handwerklich nicht besonders toll) ersetzt.

Interessant, was es nicht alles gibt. Ich kannte das bisher nur in kleinerem Maße, aber das sich ganze Firmen um sowas kümmern…

Nachtrag: Microsoft fand die Sache wohl auch nicht mehr so wirklich geschickt und hat mittlerweile auch auf der polnischen Seite das Bild mit dem Schwarzen…


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